vor 3 Monaten

Weniger CO2 durch Optimierung der Müllverbrennungsanlage

Anmeldung für Studienstart im Herbst 2020 noch bis 31. Mai 2020 möglich.

FH Burgenland Absolvent Stefan Huemer erarbeitete für Wien Energie im Zuge eines Projektes ein Konzept zur Optimierung der Müllverbrennungsanlage Spittelau. Seine Ergebnisse versprechen eine mehr als 10%-ige Steigerung des Wirkungsgrades der Verbrennungsanlage durch die Integration von Großwärmepumpen und zudem eine Einsparung von mehr als 100.000 m3 Wasser pro Jahr.  Das Projekt wird aktuell durch Wien Energie in Kooperation mit Österreichs größtem Innovationslabor, dem Green Energy Lab, weitergeführt.

Über die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Müllverbrennungsanlage Spittelau versorgt Wien Energie jährlich mehr als 50.000 Haushalte mit Strom und 60.000 Haushalte mit umweltfreundlicher Wärme. In seiner Masterarbeit aus dem Studiengang Energie- und Umweltmanagement beschäftigte sich FH Burgenland Absolvent Stefan Huemer mit Möglichkeiten, den CO2 Ausstoß des Wiener Fernwärmesystems noch weiter zu reduzieren. Durch eine neue Rauchgaskondensationsanlage kann Wärme aus dem Verbrennungsprozess rückgewonnen und dadurch der Gesamt-Wirkungsgrad der Müllverbrennungsanlage um über 10% gesteigert werden, ist der Energie- und Umweltmanager überzeugt. Weiters kann das durch die Abkühlung anfallende Kondensat nach entsprechender Aufbereitung in den bestehenden Wasserkreislauf der Anlage rückgeführt werden. Die Einsparung an Wasser beträgt dabei 117.840 m³ pro Jahr bei 8.000 Betriebsstunden pro Jahr der neuen Anlage.

Technologien nach skandinavischem Vorbild

In Österreich betrete man mit diesen Effizienzsteigerungsmaßnahmen (Rauchgaskondensation mit Großwärmepumpe) im zweistelligen Megawatt-Bereich Neuland, so Huemer. In Skandinavien etwa würde in großen Biomasse- und Müllverbrennungsanlagen schon häufiger diese Technologie zur effizienten Betriebsweise verwendet. Huemer hat für seine Masterarbeit mehrere Millionen Messdaten der Müllverbrennungsanlage analysiert. Seine Erkenntnisse fließen in das Projekt High Temperature Heat Pump ein, dass sich im Rahmen des Green Energy Lab unter der Forschungs-Projektleitung des AEE – Institut für Nachhaltige Technologien sowie von Wien Energie weiter mit dem Thema Rauchgaskondensation beschäftigt. Für Stefan Huemer war die Arbeit am Projekt äußerst lehrreich. „Es war sehr interessant, dass im Studium Gelernte an einer realen Themenstellung dieser Größenordnung anwenden zu können“, erklärt er.

Facts zum Studiengang

Masterstudium - 4 Semester. Abschluss: Diplomingenieur/in für technisch-wissenschaftliche Berufe - Dipl.-Ing./in. Organisationsform: berufsbegleitend – blended learning, Unterricht am Studienzentrum in Pinkafeld im Schnitt alle zwei Wochen: in der Regel Freitag 14 Uhr bis 21 Uhr und Samstag von 8.30 Uhr bis ca. 17.15 Uhr.

Anmeldung für Studienstart im Herbst 2020 noch bis 31. Mai 2020 möglich.

 Informationen unter www.fh-burgenland.at und der InfoLine 05 7705 3500.

 

 







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